Karina Pospiech, unisono - FBI. Fassbinder, Beuys + Ich und RETROSPEKTIVE

 ‚unisono‘ ist ein Leitbegriff im künstlerischen Werk von Karina Pospiech – die Suche nach Einklang im Komplex vieler verschiedener gesellschaftlicher und privater Entwicklungen, Reflexionen und Positionen. Nach diesem Leitbild ist auch der Ausstellungs-Titel entstanden: dieser hebt im nächsten Schritt, dem Ausstellungskonzept, die kontinuierliche  Zusammenführung der künstlerischen Arbeiten von Karina Pospiech zu einem einstimmigen Gesamtwerk hervor - angefangen von den neuesten Arbeiten  unter dem Titel „FBI. Fassbinder Beuys + Ich“ bis zur  Retrospektive ihrer Arbeiten aus den letzten zwölf Jahren.  

Die dominierenden Begriffe in der künstlerischen Arbeit von Karina Pospiech (Vita) haben einen vielseitigen und ununterbrochenen flow: private und öffentliche Erinnerung, Familien- und  National-Geschichte, Heimat- und Identitätssuche zwischen Kollektivität und Individualität, zwischen (gesellschaftlicher) Norm und (künstlerischer) Freiheit – und schließlich die Idee der Kohärenz verschiedener Lebensentwürfe (die eigentlich selbstverständlich sein musste, wird aber permanent  ignoriert).

Die neuesten Arbeiten mit dem provokativen Titel ‚FBI. Fassbinder Beuys  + Ich‘ beschäftigen sich mit zwei großen Kult-Figuren, mit Rainer Werner Fassbinder und Joseph Beuys, die sowohl mit ihrem Werk als auch mit ihrem Charisma die Filmkunstszene und auch die der Bildenden Kunst stark verändert haben, geltende Normen und Positionen verwarfen und eine neue freie Entwicklung in  der Kunst erzeugt und ausgelebt haben. Dabei haben sie viele Künstler aus mehreren Generationen in Deutschland intensiv beeinflusst, in Deutschland und darüber hinaus. Karina Pospiech gehört zu dieser Umbruchzeit in Deutschland.
Ihre neuesten Arbeiten reflektieren nicht einen allbekannten Zeitgeist; sie sind eher provokant entworfen als eine Art Fotomontage, in denen sich die Künstlerin, mutig und unübersehbar, abgebildet als Mädchen oder junge Frau, mit den beiden Künstlern, den beiden großen Figuren einer avantgardistischen Kunstszene, in Zusammenhang bringt. Die Darstellung provoziert unterschwellig spannende Fragestellungen: „Was nun?“
wie Gehören sie irgendwie zusammen?“ Wir fragen aber hier: „Gehören wir nicht alle mit unseren Vorbildern zusammen?“ . Hier kommen wir wieder auf das sehr präsenten Thema  in fast allen Arbeiten der Künstlerin: Zur Kohärenz von verschiedenen, heterogenen Lebensentwürfen, die schließlich zu einem virtuellen oder realen Einklang führen könnte.

In der Retrospektive zeigen wir die ausgewählten Arbeiten aus verschiedenen Schaffungsphasen der Künstlerin:

- Ausschnitt aus der Rauminstallation „Gebettet auf Rosen – Deutsch-polnisches National-  und  Familiengedächtnis“ (2013),

- Rauminstallation  „Mysia Gora“ 2011, Siebdruck + Fotografie

- „A 100“, Fotografie / Siebdruck auf Papier (2006)

- „Warschau 91“, Fotografie / Siebdruck auf Papier (2006)

- Raumporträt: „Hildegard Ohde – geboren 1914 in Berlin“ (2005 – 2009)

  Film und 12 Siebdrucke auf Leinwand

- „Romy“ – 1973 in Paris und 1981 mit ihrem Sohn David, Gouache / Siebdruck

 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Ausstellungseröffnung:
Donnerstag, dem 15. Juni 2017, 19 – 21 h.

Künstlerin wird anwesend sein.

Musik: Martin Seemann, Cello

KÜNSTLERGESPRÄCH: Donnerstag, den 6. Juli 2017, 19.30

AUSSTELLUNGSDAUER: 16.6. – 16.7. 2017

AUSSTELLUNG WIRD VERLÄNGERT BIS ZUM 22. JULI 2017

Öffnungszeiten: MI - FR: 11 - 19 h u. DI + SA: 12 – 17 h

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