Inga Altenkirch u. Gerit Koglin, ZUSTÄNDE, 14.10.-14.11.2017

Auf die künstlerische Konstellation Koglin-Altenkirch haben wir schon bei der Ausstellung "Mimikry" (2012) gesetzt und auf eine hervorragende Resonanz bei den Besuchern und Kunstkennern gestoßen. Mit beiden Künstlern arbeiten wir intensiv und kontinuierlich seit 2011.
Koglin und Altenkirch unterscheiden sich immens in ihrer Technik und künstlerischen Herangehensweise, sie nähern sich jedoch häufig thematisch einander an - indem sie ihren Fokus gleichermaßen auf unsere individualistischen wie verbindenden Existenzweisen richten und uns dabei eine wechselnde Sicht bieten, die vom Nüchternen zum Sinnlichen, vom Unauffälligen zum Unerschütterlichen pendelt.

Von Inga Altenkirch zeigen wir Radierungen sowie Ölbilder über Alltagsgänge, -zustände und -abhängigkeiten urbaner Menschen - mit Aussagen, die keine gesellschaftskritischen Ambition in Vordergund stellen - sondern eher unsere innersten Gedanken über den Sinn und Aufgabe der menschlichen Existenz subtil-kritisch an die Oberfläche bringen.
Die Schwerpunkte der modernen menschlichen Existentialität; wie Anerkennungshunger, urbane Hektik, Konsum-Verhalten, Zeit-Entweichen, allmächtige Entfremdung von der realen Welt, ziehen sich als ein großer Oberbegriff durch meisten Arbeiten von Inga Altenkirch.
Ihr künstlerischer Einsatz ist dabei von einem bizarren und vorsätzlichen Widerspruch kennzeichnet,
denn Altenkirch bearbeitet diese neuzeitlichen Themen nicht mit greifbar nahen digitalen Mittel, sondern mit altem künstlerischen, aufwändigen Handwerk - sie macht Radierungen.
Sie schafft es durch diese originelle Kombination die aktuellsten existenziellen Wahrheiten fühlbar zutreffend zu vermitteln. Ihre Radierungen wirken zugleich altmeisterlich und modern, sinnlich und dokumentarisch, humorvoll und erschütternd.
Mit Arbeiten von Altenkirch haben wir ein großes Publikum erreicht, das sowohl Grafik als auch zupackende künstlerischen Aussagen schätzt.

Von Gerit Koglin zeigen wir seine großformatigen Kompositionen, die zugleich vertraute Szenen, Einblicke und eingetrichterte Verhaltensweisen als auch deren gewisse Widersprüche und Ungereimtheiten offenbaren. Seine Arbeiten relativieren unsere angelernten Begrifflichkeiten, wie gegenwärtige oder überlieferte Symbolik und Interpretation. In einer subtilen wie durchdringenden Weise zeigt er die Kehrseiten der heilen Welt auf, die Auswuchse des Alltags, die Herzensruhe des Banalen.
Koglins Malerei bietet eine besondere Perspektive, die einerseits gesellschaftskritische Aussagen trifft aber diese nicht ausruft, sondern lässt sie (un)dramatisch-existenziell wirken. Seine Bilder sind dementsprechend nicht mit einer unverständlichen Symbolik sondern mit wiedererkennbaren, uns vertrauten Figuren besetzt.

Die neuen Bilder haben nicht die bisher bekannte Multi-Kontextualität Koglins – sie sind in der Komposition mäßiger und elementarer. Auf den ersten Blick wirken seine Arbeiten nostalgisch und emphatisch und im nächsten Moment schon kurios und geheimnisvoll. Denn Koglin nähert sich dem Menschlichen, Existentiellen durch eine besondere, schleichende, spannende Blende an.
Die Zusammenarbeit Koglin brachte uns sehr viel Anerkennung und ein treues und stetig wachsendes Publikum sowie einen begeisterten Sammler-Kreis.

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG: Freitag, den 13. Oktober 2017, 19.00 - 21.30 h

Ausstellungsdauer: 14.10. – 14.11. 2017

Öffnungszeiten: DI - SA: 12 – 19 h

Zur „Schöneberger Art“ 2017:

Sonnabend, den 4.November: 12-20 h u. Sonntag, 5. November: 12-18 h

 

https://www.facebook.com/subjectobject.de/?ref=settings

...zurück